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Das Lebende Monument von Biron Eine Skulptur im oeffentlichen Raum (Biron, Frakkreich 1996) Mit Studenten der Ecole des Beaux Arts aus Bordeaux arbeitet der in Paris lebende deutsche Künstler Jochen Gerz seit dem Frühling 1996 in Biron an einer neuen Skulptur im oeffentlichen Raum. Der Auftrag des französischen Kultusministeriums lautet, das in den Zwanziger Jahren erbaute Denkmal für die Gefallenen des ersten und zweiten Weltkriegs zu ersetzen. Empfänger der Skulptur ist die Gemeinde Biron. Die Stadt liegt in einer Region Frankreichs, der Dordogne, die 1943/44 unter deutschen Kriegsverbrechen zu leiden hatte. Das Lebende Monument/Le Monument Vivant De Biron ist eine Skulptur, die als ein "work in progress" die Antworten der Bürger Birons auf eine unveröffentlichte Frage des Künstlers auf dem vorhandenen Mahnmal zeigt. Die Antworten kreisen um den Wert und den Preis des heutigen Lebens, um Ideale wie die Freiheit, die Liebe zum eigenen Land und zu Europa, auch um die Erinnerung an die Vergangenheit der beiden Weltkriege. Jochen Gerz führt mit dieser Skulptur die Reihe seiner Mahnmale und interaktiven Skulpturen im oeffentlichen Raum fort: Das Harburger Mahnmal Gegen Faschismus, 1986 (Esther und Jochen Gerz), 2146 Steine - Mahnmal Gegen Rassismus, Saarbrücken 1993, Die Bremer Befragung /Sine Somno Nihil, Bremen 1993-1995. Seit seinem Beitrag zur Biennale 1976 in Venedig, Die Schwierigkeit des Zentaurs Beim Vom Pferd Steigen, gehört Jochen Gerz zu den international beachteten deutschen Künstlern. Die Arbeit wird am dem französischen Nationalfeiertag, der Öffentlichkeit uebergeben. |