| Das Lebende Monument von Biron | Chronologie | Interviews | Ueber Jochen Gerz

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Für den Krieg sterben? Ich sehe nicht, welchen Zweck das haben soll. Wir vollbringen nichts Großes auf der Erde. Diese materiellen Dinge sind zum Verzweifeln. Für ein Kind, für das eigene Kind­ja. Ein Kind soll in jedem Fall länger leben als ich. Ich lebe in der Erinnerung. Das bringt mich dazu, einen Krieg vorauszuspüren, und das stimmt mich im Hinblick auf die Zukunft pessimistisch. Ich sehe einen Bürgerkrieg. Die Vergangenheit ist die Vergangenheit, sie macht bitter. Auch das Unbehagen um seiner selbst willen kann ich nicht brauchen. Mich interessiert, was die Großmutter erzählt: ,Als sie hier die Kreuzung sprengten, holten wir Möbel, auch ein Klavier, um die Krater zu füllen. Wenn ich heute Straßenarbeiten sehe, suchen meine Augen immer noch nach etwas.' Mir geht es inzwischen auch so.
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die Farm ©1996