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Chronologie 1989 Der Bürgermeister des Dordogne-Dorfes Biron, Marc Mattéra, bittet den Beauftragten des französischen Kultusministeriums in Bordeaux um Unterstützung bei dem Vorhaben, das baufällige Monument für die in Biron Gefallenen des ersten und zweiten Weitkriegs zu renovieren. 1993 Das Kultusministerium beauftragt Jochen Gerz damit, ein Konzept für die Ersetzung des Monuments für die Gefallenen von Biron zu entwickeln. Gerz präsentiert den gewählten Vertretern von Biron und den Beauftragten des Kultusministeriums seine Idee Das Lebende Monu- ment/Le Monument Vivant De Biron. Das französische Kultusministerium in Paris erteilt Jochen Gerz den staatlichen Auftrag, das Monument von Biron zu ersetzen. 1995 Jochen Gerz erhält einen Lehrauftrag an der Kunsthochschule von Bordeaux und bereitet mit einer Gruppe von Studenten die Befragung aller volljährigen Einwohner des Dorfes Biron vor. 1996 Mit den Studenten beginnt Gerz im März die Realisierung der Skulptur: 134 Einwohnern Birons wird einzeln die gleiche Frage gestellt, die geheim bleibt. Die Antworten, auf 134 Emailletafeln gedruckt, werden im Mai auf dem inzwischen identisch renovierten Monument - über den Obelisk, den Sockel und die Bodeneinfassung verteilt - angebracht. Am französischen Nationalfeiertag wird Das Lebende Monument von Biron im Beisein des französischen Kultusministers Philippe Douste-Blazy der Öffentlichkeit übergeben. |
Gedenkfeier am Ehrenmal |